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POLITIK

08.11.2011

Ahmadinedschad warnt erneut vor Militärschlag gegen sein Land

Der Präsident der Islamischen Republik Iran, Mahmud Ahmadinedschad, hat sich am Tag vor der Veröffentlichung eines Berichts der internationalen Atomenergieorganisation IAEA zu den nukleartechnischen Entwicklungen in seinem Land erneut zu Wort gemeldet. Israel und "der Westen" wollten den Einfluss des Irans "vernichten".


Der Politiker hatte sich in der jüngsten Vergangenheit wiederholt gegen Israel gewandt, indem er den Staat als "Schandfleck" bezeichnete, der "beseitigt werden muss" und der seine Existenz überhaupt nur einer "Lüge" verdanke. Mit letzterem meinte der Präsident den Holocaust.

Im Iran wird seit Jahren auf dem Gebiet der Kernenergie geforscht. Die politische Führung des Landes hat dazu stets die Stellungnahme verbreitet, man wolle die Kernkraft zur Energieerzeugung nutzen. Nach der Ansicht einiger Beobachter versucht das Land aber auch, eine Nuklearstreitmacht zu errichten. Aufgrund der offen deklarierten Feindschaft gegenüber Israel wird dort befürchtet, zum Opfer eines Vernichtungsangriffs zu werden. Nach Ansicht einiger Beobachter ist ein Teil der Terrorangriffe vonseiten palästinensischer Extremisten gegen israelische Bürger von iranischer Seite unterstützt worden. Dass auch Israel über eine Nuklearstreitmacht verfügt, ist offiziell nie bestätigt worden, gilt aber als unumstritten.

Der israelische Präsident Schimon Peres hatte sich am Wochenende indirekt dafür ausgesprochen, nicht nur politische und wirtschaftliche Sanktionen gegen die islamische Republik zu verhängen, sondern darüber hinaus auch präventiv mit militärischen Mitteln darauf hinzuwirken, dass die iranischen nukleartechnischen Forschungs- und Erprobungseinrichtungen ihre Arbeit nicht weiterführen können.

Der Außenminister der Russischen Föderation, Sergej Lawrow, hat sich dagegen dafür ausgesprochen, auf eine militärische Antwort auf die iranischen Bestrebungen zu verzichten. Ein Angriff sei ein sehr ernster Fehler, dessen Folgen unabsehbar wären, und Militärschläge brächten keine Lösungen, sondern nur viele Opfer.

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