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Bombenanschläge in Uganda fordern mehrere Dutzend Menschenleben
Mindestens 74 Menschenleben haben zwei Bombenanschläge in der ugandischen Hauptstadt Kampala gefordert. Unter den Opfern ist ein US-Amerikaner. Vermutlich zwei Selbstmordattentäter haben in einem Restaurant und in einem Rugby-Club, wo viele Menschen Fernsehübertragungen des Finalspiels der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 zwischen Spanien und den Niederlanden verfolgten, Bomben zur Explosion gebracht. Mehrere Dutzend Personen wurden zum Teil schwer verletzt.
Somalische Extremisten hatten zu Anschlägen in Uganda und Burundi aufgerufen. Truppen beider Staaten sind an der Friedenstruppe der Afrikanischen Union in Somalia beteiligt und kämpfen im Rahmen dieser Mission gegen die islamistische Miliz al-Schabab. Ein ugandischer Regierungssprecher bestätigte, dass die Ermittlungen der ugandischen Behörden in diese Richtung führten. Einer der Rebellenführer, Yusuf Sheik Issa, zeigte sich befriedigt über den Anschlag. "Uganda ist einer unserer Feinde. Was sie zum Weinen bringt, macht uns glücklich", erklärte Issa gegenüber Associated Press, machte aber keine Angaben, ob die Miliz in den Anschlag verwickelt gewesen sei oder nicht. Der Polizeichef der ugandischen Hauptstadt, Kale Kaihura, hatte die Gruppierung für den Anschlag verantwortlich gemacht.
Die beiden Bomben explodierten im Abstand von etwa 50 Minuten, wobei der zweite Anschlag in dem Rugby-Club mit mindestens 49 Toten der folgenschwerere war. Dieser ereignete sich gegen Ende der zweiten Halbzeit des Fußballspiels.
Der somalische Präsident Sharif Sheikh Ahmed bezeichnete den Anschlag auf friedlich zusammensitzende Menschen, die eine Fußballübertragung verfolgen, als "barbarisch". Auch der deutsche Bundesaußenminister Guido Westerwelle zeigte sich bestürzt, der Anschlag sei "an Heimtücke kaum zu überbieten". FIFA-Präsident Sepp Blatter verurteilte den Anschlag und sagte, er sei "sehr traurig" und betroffen über den Anschlag. Fußball könne so viel Gutes in die Welt tragen. Verwandte Texte:
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