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RECHT

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Hettersdorf (Adelsgeschlecht)

Die Freiherrn von Hettersdorf (auch Heddersdorf oder Heddersdorff) waren ein süddeutsches Adelsgeschlecht, das Anfang des 19. Jahrhunderts ausstarb.

Familiengeschichte

Die Adelsfamilie wird bereits 1036 als Besitzer des Areals genannt, auf dem heute das Wambolt'sche Schloss in Groß-Umstadt steht. Es ging 1430 an Hans Wambolt von Umstadt, den Ehemann der Johanna von Hettersdorf über. Im frühen 14. Jahrhundert, tritt das Geschlecht in Bessenbach bei Aschaffenburg auf, ist dort seit 1326 nachweisbar und nannte sich deshalb zuweilen auch von Hettersdorf auf Bessenbach. Hier erbaute es im 16. Jahrhundert seinen Stammsitz Schloss Unterbessenbach. 1658 stiegen die Adligen in den Reichsfreiherrenstand auf. Die Hettersdorfer gehörten der Reichsritterschaft an und standen zunächst hauptsächlich in Diensten des Erzstiftes Mainz und des Hochstiftes Würzburg.

Georg Adolf von Hettersdorf (? 1711), hochstiftisch würzburgischer Geheimer Rat, sowie Oberamtmann zu Waldaschach, später in Rothenfels, heiratete Anna Dorothea Hundt von Saulheim. Ihr väterlicher Familienzweig hatte von Kurmainz das rheinhessische Dorf Lörzweiler zu Lehen, das nun an Georg Adolf von Hettersdorf übertragen wurde. Bis zum Ende der Feudalzeit blieben die Freiherren von Hettersdorf Ortsherren in Lörzweiler, das auch deren Familienwappen als Gemeindewappen übernahm.

Seine Söhne Franz Rudolph von Hettersdorf (1675-1729) und Johann Adolph von Hettersdorf (1678-1727) waren Domkapitulare in Worms und Würzburg. Ersterer stiftete einen erhaltenen Altar für den Wormser Dom, sowie einen ebenfalls noch existierenden Altar für die Stiftskirche St. Burkard in Würzburg.

Schloss und Kirche von Stöckach in Unterfranken wurden nach 1725 durch die Familie von Hettersdorf erbaut. Joseph von Hettersdorf war bis 1802 letzter Propst von Kloster Blankenau bei Fulda, Emmerich Joseph Otto von Hettersdorf (1766-1830), Domherr und Komponist. Der Münchner Erzbischof Lothar Anselm von Gebsattel (1761-1846) hatte eine Freiin von Hettersdorf zur Mutter.

Franz Philipp von Hettersdorf (? 1829) musste wegen finanzieller Schwierigkeiten 1806 das Stammschloss Unterbessenbach aufgeben. Seine Tochter Eleonore Franziska (1809-1891), der letzte Spross der Familie, heiratete den preussischen Kammerherrn Alexis von Buddenbrock (1803-1852). Auf seinen Antrag hin hängte man ab 1852 den Namen Hettersdorf an den eigenen an und auch das Familienwappen Buddenbrock wurde mit dem der Hettersdorf vereinigt. Einer ihrer Söhne war der General Mortimer von Buddenbrock-Hettersdorf (1844-1914), zuletzt Kommandant von Straßburg. Das Adelsgeschlecht Buddenbrock-Hettersdorf blüht bis in die Gegenwart. Der Mainzer Zoologe Wolfgang von Buddenbrock-Hettersdorff (? 1964) gehört zu den namhaften Familienmitgliedern der neueren Zeit.

Wappen

In Silber eine dünne schwarze Staude mit ausgerissenen Wurzeln. An der Spitze ein Spitze ein schwarzes, breites, spitz zulaufendes Blatt; ebensolche, an Stängeln aus der Staude herauswachsend, je zwei an der linken und zwei an der rechten Seite des Pflanzenstammes.

Literatur

  • Wilhelm Büttner: Geschichte des Dorfes Waldaschaff und der Pfarrei Keilberg, Pattloch Verlag, 1961, S. 34;

  • Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon, Band 4, S. 348 u. 349, Leipzig, 1863;

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