C6 MAGAZIN
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RECHT

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Imagawa Ujizane

Imagawa Ujizane war ein General der Sengoku-Zeit und Azuchi-Momoyama-Zeit. Sein Kindheitsnamen lautete Ry??maru . Er war außerdem Sengoku-Daimy? der damaligen Provinz Suruga, heute Präfektur Shizuoka. Nach der Niederlage seines Vaters Imagawa Yoshimoto in der kontrollierte er immer noch Provinz Suruga, Provinz Mikawa und Provinz T?t?mi, was ihn zu diesem Zeitpunkt zu einem der mächtigsten Fürsten im Land machte. Er war das 10. Familienoberhaupt (1588-1611) der Imagawa von Suruga. Darüber hinaus war er auch der erste kaiserliche Militärkommisar des Imagawa-Klans in Surguga. Als Solcher war er Berater im vierten Rang unter dem Tenn?. Sein Grab liegt auf dem Gelände des Bansh?in K?un-ji in Kami-Takada, Stadtbezirk Nakano, Präfektur Tokio. Ebenfalls im Tokioter Stadtbezirk Suginami liegt der Familientempel der Imagawa, der Kansen-ji . Ujizane zählt zudem zu den Intellektuellen der frühen Edo-Zeit.

Stammbaum und Familie

Ujizane Imagawa wurde 1538 als ältester Sohn von Yoshimoto Imagawa und J?keiin (1519-1550), der ältesten Tochter von Takeda Nobutora, im Sunpu-Han, der späteren Präfektur Shizuoka geboren. Uchizanes Mutter brachte ihre Tochter Reish?in mit in den Haushalt der Familie Ujizane, wodurch Reish?in die Stiefschwester von Ujizane wurde. Während Reish?in später Takeda Yoshinobu heiratete, nahm Ujizane 1554 Fürstin Hayakawa (, ~ dono), die älteste Tochter von H?j? Ujiyasu, zur Frau. Durch diese Heiratspolitik wurde ein Dreimächteabkommen zwischen den Provinzen Kai, Sagami und Suruga (, K?s?sun sangoku d?mei) geschlossen und befestigt, (also die Klans der Takeda, der späteren H?j? und die Imagawa). Zudem war Ujizane mit einer Nebenfrau, einer Tochter von Ihara Tadayasu, liiert.

Ujizane besaß noch drei weitere Geschwister. Darunter der Mönch Ichigetsu Ch?toku, der als dritter Sohn von Yoshimoto Imagawa und J?keiin geboren wurde sowie und . Ujizane selbst hatte fünf leibliche Kinder und mit H?j? Ujinao, einen adoptierten Sohn. Während sein erstgeborener Sohn Imagawa Norimochi die Stammlinie der Imagawa fortführte, wurde sein zweitgeborener Sohn Shinagawa Takahisa Stammvater der Shinagawa-Linie. Historische Quellen lassen den Schluss zu, dass er außerdem eine Tochter hatte, die im Haushalt von Kira Yoshisada lebte. Über diese Tochter ist sonst nahezu nichts bekannt. Als dritter Sohn wurde (, ?-1613) als vierter (, 1579-1652) geboren.

Sein Grab befindet sich auf dem Gelände des Tempels Bansh?in K?un-ji im Stadtbezirk Nakano, Präfektur Tokio. Er starb 1614 nach seiner Abdankung in einem buddhistischen Tempel als Mönch.

Stammbaum (Ausschnitt):
Als Rufnamen verwendete Ujizane auch den Namen: Imagawa Hikogor? , kurz: Gor? .

Ujizane als Sengoku-Daimy?

Seine Zeit als Daimy? markiert den Untergang der Imagawa (Klan). Im Laufe der Kämpfe wird er diplomatisch isoliert, unbeliebt beim Volk und von Vasallen verraten. Ihm werden viele negative Charaktereigenschaften nachgesagt. Er sei feminin, unentschlossen und übergebildet gewesen. Zumindest jedoch schaffte er es nicht, seine Vasallen genügend zu sammeln und zu binden.

1558 beerbte er seinen Vater Imagawa Yoshimoto als Klanführer, da dieser sich auf den Einfluss in die Provinzen Totomi und Mikasa im Westen konzentrieren wollte. Durch die Heiratsallianz der drei großen Daimy? des Ostens (siehe oben: Familie) wägte sein Vater Imagawa Yoshimoto sich sicher und entschied sich zum Marsch nach Ky?to, um Sh?gun zu werden, und fand wenig später am 19. Juni 1560 in der Schlacht von Okehazama durch Oda Nobunaga den Tot, was jenem Nobunaga und Toyotomi Hideyoshi Auftrieb gab und die Imagawa entscheidend schwächte.

Kriegerische Ausseinandersetzungen


  • 1560 Niederlage des Vaters gegen Nobunaga:

Sein Vater Imagawa Yoshimoto starb 1560 in der Schlacht von Okehazama (, Okehazama no tatakai) gegen Oda Nobunaga, mit vielen Vasallen des Hauses Imagawa (Yui Masanobu, Ichinomiya Munekore, Matsui Manenobu und Ii Naomori )).

  • nach 1560 Separatismus in Mikawa:

Durch die Unzufriedenheit des Volkes und den Tod des Daimy? in der Schlacht von Okehazama begannen die Bewohner der Provinz T?t?mi und Provinz Mikawa Revolten. Die Bewohner von Mikawa hatten im Kampf zwischen Imagawa Yoshimoto und Oda Nobunaga große Opfer erlitten. Ujizane versuchte, die öffentliche Stimmung durch Steuererleichterungen für Tempel und Schreine und Händler in Mikawa zu stabilisieren. Aber Tokugawa Ieyasu zog in das benachbarte Lehen der Burg Okazaki ein und brachte West-Mikawa unter seinen Einfluss. Zum Neujahr 1561 drängte Sh?gun Ashikaga Yoshiteru Ujizane und Tokugawa Ieyasu zu einer Aussöhnung, doch trotz der Vermittlung durch H?j? Ujiyasu brach Ieyasu bald wieder mit den Imagawa und schloss sich Oda Nobunaga an. Auch in Ost-Mikawa gärte es. Besonders bezeichnend für die Ausmaße dieser Seperationsversuche ist auch, dass sogar einer der drei Reichseiniger, Toyotomi Hideyoshi als Vasall und einfacher Fußsoldat die Treue aufkündigte und mit einigen Kriegsherren der M?ri zu Oda Nobunaga überlief, wo er sich schließlich in kurzer Zeit zu dessen Nachfolger empordiente. Daran lässt sich der massive Machtverlust in Folge der Niederlage in der Schlacht von Okehazama erahnen.

  • 1561 Invasion von Uesugi Kenshin:

Im März 1561 fiel Uesugi Kenshin (damals noch als Nagao Kagetora bezeichnet) in die Kant?-Ebene ein. Er griff die mit Ujizane verbündeten H?j? an. Ujizane hielt dagegen, sammelte Verstärkungen der Imagawa und schickte sie zur Burg Kawagoe in der heutigen Präfektur Saitama. Außerdem war er etabliert im Muromachi-Bakufu, also dem militärischen Verwaltungsapparat des Sh?guns, weshalb angenommen wird, dass er 1561 kriegerische Gegenmaßnahmen auf seinem Gebiet gegen die Unruhen, die vom Sh?gunat ausdrücklich erwünscht waren, vornahm.

  • 1562 Anfeindungen durch Tokugawa Ieyasu:

Ieyasu ging zum Neujahr 1562 mit Oda Nobunaga das "Kiyosu Bündnis" (, Kiyosu d?mei) ein und erklärte damit die Aufhebung seiner Bündnistreue gegenüber den Imagawa. Im Februar entsandte Ujizane Truppen aus der Burg Ushikubo, griff die Burg Ichinomiya an und wurde von der Nachhut Ieyasus in einem erbitterten Kampf zurückgeworfen. Ujizana machte mit seinen Truppen kehrt, weil sein Bündnispartner Takeda Nobutora, Großvater mütterlicherseits, beunruhigt war und ihn um Unterstützung in Sunpu bat. Im Juni 1564 kapitulierte die Burg Yoshida, der Stützpunkt der Imagawa in Ost-Mikawa, wodurch der Einfluss der Imagawa auf die Provinz Mikawa verschwand.

  • 1562 Separatismus in T?t?mi:

Auch in der Provinz T?t?mi kam es unter den Vasallen und Einwohnern zu Unruhen und der Separatismus verstärkte sich; den Separatisten schlossen sich auch Ii Naochika von Iinoya, Iio Tsuratatsu Herr der Burg Hamamatsu und die äußere Burgwache unter Horikoshi Uchinobu und Amano Kageyasu aus Inui an. 1562 ließ daraufhin der Lehnsherr Asahina Yasutomo Ii Naochika töten. Daraufhin schlossen der verbliebene Iio Tsuratatsu und Tokugawa Ieyasu 1564 ein geheimes Bündnis und zettelten eine Rebellion an.

  • 1565 Niederwerfung des Aufstands:

Ujizane schickte einen seiner wichtigsten Vasallen, Miura Masatoshi, um die Burg Hamamatsu von den Rebellen zurückzuerobern, aber dieser wurde besiegt. Bei der vorgetäuschten Unterzeichnung eines Friedensabkommens ließ Ujizane im Dezember 1565 den Abtrünnigen Iio Tsuratatsu ermorden. Das Haus Iio wurde erneut belagert und im folgenden Jahr im April zur Kapitulation getrieben, womit Ujizane die Rebellion beenden konnte. In der Politik soll sich Ujizane sehr stark von seiner Großmutter Jukeini beraten lassen haben. Von der zweiten Hälfte 1560 an bis 1562 entwickelte er einen regen Schriftverkehr, betätigte sich aktiv im Bau von Tempeln und Schreinen. Auf der diplomatischen Ebene verstärkte er den Zusammenhalt mit den verbündeten H?j?.

  • 1568 Einmarsch der Takeda:

Als die verbündeten Takeda aus der nördlichen Nachbarregion Provinz Kai sich nach der bereits fünften unentschiedenen Schlacht von Kawanakajima mit den Uesugi um die nördlichen Territorien einigten, begrüßten die Imagawa diese diplomatische Änderung. Imagawa Yoshimoto hatte ein Bündnis mit den benachbarten Daimy? angestrebt, um selbst nach Ky?to marschieren und Sh?gun werden zu können.

Nach der Schlacht von Okehazama (in der Provinz Owari, Mai 1560) erneuerte Ujizane sein Bündnis mit dem benachbarten Anayama Shintomo nicht, der damals in der Provinz Suruga in der Stadt Kawachi Ry?shu (Lehnsherr) war. Damit riskierte er Spannungen an der Grenze zu den Takeda, die auf Expansionskurs waren und mit ihrem Ruf, die stärkste lokale Macht zu sein, schnell unentschlossene Lehnsherren für sich gewannen. Die Lage beruhigte sich allerdings 1565 wieder, als Ujizanes jüngere Schwester Reish?in als Mätresse an den Erben der Takeda, Takeda Yoshinobu gegeben wurde, was das Bündnis erneuerte. Dieser Yoshinobu wurde jedoch bald durch den sich selbst zum Anführer putschenden Takeda Shingen, seinen jüngeren Bruder, enterbt und so kam es, dass noch im Jahr der Enterbung im November Reish?in ins Haus der Imagawa zurückkehrte auch die diplomatische Verbindung der Imagawa zu den Takeda abbrach.

Zur gleichen Zeit zog der Erbe des Takeda-Klans, Takeda Katsuyori nach Suwa, um als Ehefrau Nobunagas Adoptivtochter abzuholen und um mit Tokugawa Ieyasu ein Bündnis zu schließen. Nobunaga war seit der Schlacht von Okehazama der Erzfeind der Imagawa, daher wurden die Beziehungen der Imagawa mit den Takeda immer angespannter. Ujizane reiste in die Provinz Echigo und schloss Frieden und versöhnte sich mit dem Erzfeind der Takeda, Uesugi Kenshin. H?j? Ujiyasu hatte zur gleichen Zeit aus der Provinz Sagami die Salzlieferungen in die gesamte Provinz Kai abgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt waren die H?j? bereits im offenen Konflikt mit den Takeda. Die Imagawa standen immer noch auf der Seite der H?j?. Der Machthunger des Takeda Shingen brachte Oda Nobunaga und Toyotomi Hideyoshi dazu, ein Bündnis mit den Takeda zu schließen, um sich zu schützen.

Ende 1568 war das Bündnis zwischen Takeda und Tokugawa sowie Nobunaga auf seinem Höhepunkt. Am 6. Dezember brach Takeda Shingen von K?fu in die Provinz Suruga auf, und startete seinen Einmarsch ins Land der Imagawa. Um die Truppen der Takeda am Satta-Bergpass abzufangen, brach Ujizane ebenfalls am 12. Dezember vom Tempel Kiyomidera im Ort Okutsu auf. Allerdings schlugen sich 21 seiner wichtigsten Truppenführer, darunter Sena Nobuteru, Katsurayama Ujimoto, Asahina Masasada und Miyura Gikyou auf die Seite Shingens, und so endete schon der Folgetag, der 13. Dezember, in einer wilden Flucht der Imagawa-Truppen, die nahegelegene Garnisionsstadt Sunpu der Imagawa fiel sofort, mitsamt Burg.

Ujizane musste sich rasch zurückziehen, in die Residenz des verbündeten Adelshauses Asahina Yasutomo, zur Burg Kakegawa, am T?kaid? gelegen. Ujizane konnte weder die wertvollen Pferdegespanne des Fürsten Hayakawa fahrbereit machen, noch die seit Generationen weitergereichten Gemälde wiedererlangen, die auf der hektischen Flucht verloren gegangen sein sollen. Und zur gleichen Zeit war im Süden der mit Shingen kooperierende Tokugawa Ieyasu mit seinen Truppen eingefallen, in der Provinz T?t?mi. Shingen und Ieyasu hatten sich das Land der Imagawa aufgeteilt und schon nach kurzer Zeit mehr als die Hälfte des Territoriums erobert.

Kapitulation und Machtverlust der Imagawa


Am 27. Dezember wurde die Residenz Schloss Kakegawa von den Truppen Ieyasus umzingelt. Die Belagerung dauerte aufgrund des heftigen Widerstandes der verbliebenen Lehensmänner in der Umgebung noch etwa ein halbes Jahr an.

Der Vater von Fürstin Hayakawa, Uchiyasu Hayakawa schickte zwar ein Entsatzheer zur Rettung der Belagerten, das jedoch am Bergpass abgefangen wurde. Obwohl dort diese unterstützenden H?j? eine höhere Schlagkraft hatten, konnten sie die Takeda letztlich nicht völlig vernichten, wodurch der Kriegsverlauf nicht mehr verändert und die Machtverhältnisse stabilisiert wurden. Genau wie bei der Belagerung der Burg Kakegawa, bei der Tokugawa seine Stärke nicht ausspielen konnte, verwandelte sich die Auseinandersetzung in eine langwierige Kesselschlacht in den Bergen. Um auch Takeda Shingen mit einem Vertrag an ausgiebigen Landgewinnen zu hindern und selbst die Spannungen aus den belagerten Gebieten im Osten zu nehmen, suchte Ieyasu eine Aussöhnung mit den Imagawa. Am 17. Mai 1569 kapitulierte Ujizane schließlich in seiner Burg Kakegawa, im Austausch für die Verschonung des Lebens seiner Gefolgsleute.

Zu diesem Zeitpunkt vereinbarten Imagawa Ujizane, Ujiyasu und Tokugawa Ieyasu, die Takeda aus der Provinz Suruga zu vertreiben und Ujizane wieder als Herrscher über die Provinz einzusetzen. Jedoch wurde dieses Gelübde nie umgesetzt, die alten Gefolgsleute und Vasallen des Ujizane sind nicht auf ihre Position in seinem Dienste zurückgekehrt. Im Allgemeinen setzt man damit den Verlust der Burg Kakegawa mit der Zerstörung der Souveränität der Imagawa und deren Untergang als Sengoku-Daimy? gleich. Manche japanischen Historiker bezweifeln gar, dass Tokugawa Ieyasu sein Angebot, den Imagawa in der Provinz Suruga zurück auf den Posten des Daimy? zu helfen, wirklich ernst gemeint habe.

Nach der Kapitulation in der Burg Kakegawa vertraute er sich seinem Elternhaus, dem Fürsten Hayakawa und den spätere H?j? an. Bei der Familie Kanbara kam er schließlich in der Burg Tokura, Provinz Ise unter. Auch die Burg ?daira wird als Aufenthaltsort genannt. Außerdem wurde geschrieben, er habe sich in Odawara, Präfektur Kanagawa auf geschenkten Grundstücken der Hayakawa aufgehalten.

Am 23. Mai 1569 adoptierte Ujizane einen Sohn der spätere H?j?. Zu diesem Zeitpunkt war der Erbe der Imagawa, Imagawa Norimochi noch nicht geboren. Er verpflichtete sich, ihm eines Tages die Provinz Suruga anzuvertrauen und nun für Stabilität zu sorgen. Außerdem schickte er einen Boten zu Uesugi Kenshin im Norden, um ein Vorgehen gegen die Takeda zu erörtern. Kurz darauf begründete er das "Echigo-Sagami-Bündnis" (, Etsus? d?mei) zwischen Imagawa, spätere H?j? und Uesugi, das in allererster Linie gegen die massiven Gebietszugewinne der Takeda aus den letzten Kriegsjahren gerichtet war. In der Provinz Suruga konnte kurz darauf auf einen Schlag durch Okabe Masatsuna die Stadt Sunpu zurückerobert werden. Ohara Shizuzane, Burgherr der Burg Hanazawa, widersetze sich bald den Takeda und stellte sich auf die Seite Ujizanes. Es heißt, er habe auch Ujizanes Bitte an die späteren H?j? unterstützt, diese mögen ihm Truppen zu Hilfe senden, um die Takeda aus der Provinz Suruga zu vertreiben.

Obgleich in Suruga noch Krieg herrschte, stellte Ujizane zahlreiche Briefe aus, aus denen hervorgeht, dass er erleichtert und dankbar ist, und dass die Sicherheit wieder hergestellt ist. Die tatsächliche Wirkung dieser Briefe wurde unter Historikern lange bezweifelt, Fakt ist jedoch, dass er daraufhin als Feudalherr die direkte Kontrolle über mehrere Gebiete innerhalb seiner Provinz zurückerlangte. Jedoch war die Armee der spätere H?j? in der Schlacht um die Burg Kanbara (, Kanbara-jo no tatakai) geschlagen worden, und die Gefolgsmänner der Imagawa hatten sich ebenfalls reihenweise den Takeda ergeben müssen, sodass 1571 viele Lehnsherren unentschieden waren, wem sie sich anschließen sollten, und Ujizane keine wirkliche Kontrolle über die Provinz ausüben konnte.

Aussöhnung mit den Takeda:
Im Oktober 1571 starb Imagawa Ujimasa, woraufhin die Imagawa ihre Außenpolitik änderten und sich mit den Takeda im Nordwesten nach ihren großen Verlusten versöhnten. Im Dezember trat Ujizane die Provinz Sagami ab und unterstellte sie der Schutzherrschaft von Tokugawa Ieyasu. Das Ujizane Ieyasu diese Provinz abtrat, wird für eine Friedensbedingung Ieyasus bei der Kapitulation der Burg Kakegawa gehalten; dafür konnte er die Provinz Suruga von Ieyasu zurückerhalten.
Geschenke für den Erzfeind:
1572 gab er an dem Tempel Okitsuseiken-ji einige Schriften heraus, aus denen seine Beweggründe und Gefühle hervorgehen sollen. Im ersten Jahr Tensh?, 1573, kaufte Oda Nobunaga die Teeutensilien des Ujizane für die Teezeremonie auf, die er zuvor einem Händler im großen Hafen von Ise anvertraut hatte. Aus den Schriftwechseln der Händler im Hafen und der Gefolge des Oda Nobunaga geht hervor, dass sich Ujizane zu dieser Zeit in der Hafenstadt Hamamatsu aufgehalten hat. Es ist erstaunlich, dass er immer wieder an den Bezwinger seines Vaters, Nobunaga, kostspielige Geschenke machte. Manche behaupten, weil er weder stark noch weise gewesen sei, Nobunaga jedoch beides
Ujizane auf Pilgerschaft:
1575 sammelte Ujizane vom Januar bis September 428 Waka-Gedichte in der Sammlung Imagawa Ujizane Gedichtmanuskripte ). Ujizane war wahrscheinlich im Januar aus Hamamatsu nach Okazaki auf eine Reise aufgebrochen, nach seiner Ankunft in Ky?to habe er Schreine besucht. Außerdem besuchte er einen alten Freund des Hauses der Sanj?nishi Saneki am Kaiserhof. Nach den Aufzeichnungen des Fürsten Nobunaga berichten Vasallen Tokugawa Ieyasus, dass Ujizane am 16. März mit dem Todfeind seines Vaters, Oda Nobunaga zusammen den Rinzai-Tempel Sh?koku-ji in Ky?to besuchte. Auf Wunsch Nobunagas hin habe Ujizane am 20. Tag seiner Anwesenheit an diesem Tempel mit Abgesandten des kaiserlichen Hofes eine Präsentation des Kemari-Fußballspieles abgehalten.
Die Gedichtmanuskripte des Imagawa Ujizane schweigen jedoch zu diesem Treffen. Im April hörte er von dem Einfall des Takeda Katsuyori in die Provinz Mikawa, und brach auf, um sich ihm in der Schlacht von Nagashino entgegenzustellen. Er kehrte nach Mikawa zurück, und ab dem 15. Mai trat er seinen Dienst in der Nachhut bei Ushikubo an. Als ein Bote des Ieyasu ihn schließlich zum Kampfeinsatz rief, soll er ihnen gefolgt sein. Masatoyo Nait? sagt damit, dass er zu jener Zeit praktisch bereits ein Gefolgsmann Tokugawa Ieyasus war.
Rachefeldzug mit Nobunaga gegen die Takeda:
Nach dem Sieg in Nagashino war Ujizane auch an der Vernichtung der verbliebenen Soldaten der Takeda beteiligt. Ab Ende Mai marschierte er mit den Streitkräften von Ieyasu und Nobunaga mehrere Tage in die Provinz Suruga, wobei allenorten gebrandschatzt und "gesäubert" wurde. Dies entsprach Nobunagas Kriegstaktik. Im Juli griffen sie die Burg Suwamoto (, heute: Shimada, Präfektur Shizuoka) an. Die Burg Suwamoto fiel und wurde im August übergeben und in Burg Makino umbenannt.
Neuordnung unter Ausschluss Ujizanes in Suruga:
Am 17. März 1576 beorderte Tokugawa Ieyasu die Familie Matsudaira, die seine Herkunftsfamilie war und in der er früher für Imagawa Yoshimoto kämpfte, Ujizane Land in seiner Heimat zu unterstellen. Oda Nobunaga jedoch unterstützte Ujizane nicht. Ujizane erhielt die Burg Makino und Beistand durch Matsudaira Ietada und Matsudaira Yasuchika . 1577 kam es jedoch dazu, dass am 1. März Uchizane auf eigene Faust Hamamatsu zurückeroberte. In weniger als einem Jahr wurde er wieder durch Nobunaga abgesetzt. Die neue freie Zeit nutze er dazu, Gedichte zu verfassen. Die Schriftstücke jener Zeit sind die letzten Hinterlassenschaften von Ujizane. Zum Schluss unterstützte er unter dem Synonym S?nim Tokugawa Ieyasu in der Schlacht von Sekigahara, was seinen Nachkommen für Generationen Einfluss als Zeremonienmeister am Hofe des Sh?guns in Edo sichern sollte,

Öffentliches Wirken


Im April 1566 lies er in Fujinomiya ein Stadtfest ausrichten, mit Musik und Gelage, außerdem befahl er einen Schuldenerlass, Das verschaffte ihm eine Entlastung seiner angespannten Lage. Diese Volksfeste (Musik und Gelage) waren beliebte, vorher bereits von Oda Nobunaga durchgeführte Maßnahmen zum erhalt der öffentlichen Moral, konnten aber den Niedergang und die Unruhe im Gebiet der Imagawa nicht aufhalten.

Im Mai 1567 besuchte Satomura J?ha (Renga-Meister in der späten Muromachi-Zeit aus Nara; ca. 1525-1602) die Provinz Suruga, und er schrieb in seine Notizen, als er auf dem Weg in die Stadt Fujinomiya war, dass in den Tempeln und Häusern des Adels rege Teezeremonien (Sad?) und Gedichtstreffen (Renga) veranstaltet wurden. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich auch Sanj?nichi Saneki und Reizei Tamemasu in der Residenzstadt der Imagawa, in Sunpu, auf. Bis zu seiner Todesstunde soll er lebhaft gedichtet haben. Nach der "Überarbeiteten Chronik der Matsudeira" kam es im Jahre 10 Eiroku im Juli zu einem erneuten Ausbruch einer Epidemie, wie bereits im Sommer davor. Man sagt, Ujizane habe zu diesem Zeitpunkt auf einer Taiku getrommelt.Zu dieser Zeit soll sein bevorzugter Vasall Miura, der ihn beriet, verraten haben.

In wenig später verfassten Handbüchern wie dem K?y? Gunkan (, strategisches Buch über Feudalherren der benachbarten Takeda (Klan); Frühe Edo-Zeit) wurde geschrieben, dass Ujizane dem Vergnügen verfallen sein soll, und er einige seiner Vasallen, namentlich Miura, Sohn von Ohara Akazome Sasaki vor anderen bevorzugt haben solle. Ferner soll es Hinweise auf moralischen Verfall unter seinen hohen Beamten gegeben haben.

Das Oberhaupt der Matsudaira, Matsudaira Ietada schreibt in seinem Tagebuch, dass er vermute, dass Ujizane gelegentlich Bühnenauftritte bei Hamamatsu wahrnimmt und also folglich sich im Umland befinde. Man sagt auch, er war Buddhistischer Mönch unter dem Namen S?kan, der seinen Einfluss für die Sache von Tokugawa Ieyasu einsetzte. 1579 am 10. Oktober soll Ujizane das Wachhaus der Burg Hamamatsu besucht haben und in der Folge auch von Tokugawa Ieyasu eingeladen worden sein. Außerdem habe es aber noch einen Gefolgsmann gegeben, der ebenfalls Ujizane hieß, steht weiter in Ietadas Tagebuch (, Ietada Nikki), was auch sein Freundeskreis gewusst haben soll. 1583 im Juli kam Konoe Sakihisa (Hofadel in der Azuchi-Momoyama Zeit; 1536-1612) auf Einladung Tokugawa Ieyasus nach Hamamatsu, und bei dem Treffen soll auch Ujizane anwesend gewesen sein. Kurz darauf verschwinden seine Lebenszeichen.

Ujizane als Intellektueller

Waka und Renga-Dichtung:
Ujizane hat viele Waka gedichtet. Etwa 40 Jahre nach seinem Tod, 1658, einige dieser Gedichte abgedruckt. Man nimmt an, dass Ujizane in seiner Jugend aus seinem kuturellen Umfeld heraus etwa vom aus der Provinz Suruga zurückgekhrten Dainagon (Oberstaatsrat) Tamekazu Reizei (1486-1549) und in der Dichtung von Taigen Sessai (?-1557) unterwiesen wurde.. Der Renga-Dichter J?ha Satomura (1525-602) erwähnt in seinem Werk Fujimi-michi no ki, dass Ujizane von Tamekazu Reizei, in Sitten und Manieren unterwiesen wurde.
Der Historiker Muneo Inoue, der die mittelalterliche Waka-Dichtung erforscht, bewertet in seinem Buch "Der Imagawa-Klan und der Kansen-ji" die Waka Ujizanes als die Einzigen, die stringent der traditionellen Technik der mittelalterlichen Waka-Dichtung zu eleganter Klarheit folgten. "Auch wenn das Werk im Ganzen nicht herausragend ist und insgesamt das Niveau seiner Zeit nicht überragt, so muss doch berücksichtigt werden, dass es eine kleine Zahl individueller und neuartiger Gedichte gibt, die bisweilen das Niveau (der Zeit) erreichen. Außerdem scheinen auch die vielen durchschnittlichen Gedichte nicht völlig nutzlos. Gerade indem er in den Gedichten stets eine Gemütsregung (wörtlich.

Ujizanes Name findet sich zudem, wie auch der von Takeda Shingen, H?j? Ujiyasu und H?j? Ujimasa, in der von Tenn? Go-Mizunoo in Auftrag gegebenen Gedichtanthologie Sh?gai Sanj?rokkasen .

Ujizane und das Fußballspiel Kemari:
Durch eine überlieferte Anekdote wurde bekannt, dass Kemari, eine Form des japanischen Fußballspiels, bereits vor Oda Nobunaga verbreitet war.
Im Shinch? k?ki (, etwa: "Aufzeichnungen des Herren Nobunaga") wird erwähnt, dass Ujizane mit seinem Ruf als Kemari-Begeisterter erst das Interesse bei Oda Nobunaga für diese Sportart weckte. In zeitgenössischen Quellen finden sich Bestätigungen, dass Ujizane großen Einfluss auf das Kemari hatte. Die in diesen Aufzeichnungen des Fürsten Nobunaga überlieferten Darstellungen stimmen mit denen überein, die der junge Yamashina Tokitsugu in seinem Werk ?Chroniken des Yamashina ? später beschrieben hat.

Von dem Priester Masatsuna Asukai aus dem Hause Asukai wird überliefert, dass sich das Spiel sehr großer Beliebtheit erfreute. In seinen während des Anfangs der folgenden Edo-Zeit vollendeten Sammlungen komischer (humoristischer) Geschichten heißt es auch, Ujizane habe bei einem Shint?-Schrein, dem Kamo-Schrein Priester in dem Spiel unterwiesen. Dabei soll ein gewisser Mönch Namens, Matsushita Jutsuhita besonders begeistert gewesen sein.

Ujizane und Kend?:
Tsukahara Bokuden (, 1489-1571), ein Fechtmeister in der Sengoku-Zeit aus der Provinz Hitachi und Begründer des Bokuden-Ry?, lehrte Ujizane den Kampf mit dem Katana und perfektionierte in Kagoshima den neuen Schwertkampfstil Shint?-ry? der Imagawa im Kend?.
Über die folgende Edo-Zeit hinaus verbreiteten sich besonders zwei Elemente des Shint?-ry? in Japan: der Iaid? (Weg des Schwertziehens) und das B?jutsu (Fechten). In Suruga wurde ein Fechtmeister namens Imagawa Gizane bekannt, der weitere Schulen in Echizen und Sendai (Tohoku Präfektur) gründete und diesen Stil landesweit bekannt machte.

Lebensabend in der beginnenden Edo-Zeit:
Politisch unterstützte er weiterhin die Tokugawa und sein Sohn sowie sein Enkel waren in der Folge wichtige Zeremoniemeister am Hofe der Tokugawa-Sh?gune in Edo. Ob sie die Tradition der Dichtkunst, die die Imagawa hatten, fortsetzten, ist unbekannt. Der Hofadlige (auch Kuge (Adel)) Yamashina Tokitsugu (1507-1579), der sich von 1556 bis ins darauffolgende Jahr am Hof der Imagawa in der Provinz Shizuoka aufhielt, berichtete in seinem Tagebuch "Tokitsugu ky?ki" , dass der junge Ujizane Bühnenspiel, Ballspiel und Kalligraphie trieb. Während seiner Zeit in Ky?to gehen Historiker davon aus, dass Ujizane seinen Lebensunterhalt direkt aus der Kasse des Nachlasses von Toyotomi Hideyoshi und Tokugawa Ieyasu bestreiten durfte. Im folgenden Jahr, 1612 soll von Tokugawa Ieyasu aus ein Landrat der wilden Provinz ?mi, mit dem Namen Shimamura (heute Präfektur Shiga, in der Stadt Yasu, und später in der Stadt Nagashima, eine Erleichterung der Reissteuerpflicht um 500 Koku erhalten haben. Möglicherweise handelte es sich bei diesem Landrat um den (im Volk noch immer unbeliebten, unter falschem Namen lebenden) Ujizane.
Im Jahr 1598 ging Ujizanes zweitältester Sohn,Shinagawa Takaku in den Dienst von Tokugawa Hidetada (, (zweiter Sh?gun des Tokugawa-Sh?gunats; 1578/79-1638; dritter Sohn von Tokugawa Ieyasu; festigte die Sh?gunatsregierung). 1607 starb Ujizanes erstgeborener Sohn Imagawa Norimochi (, 1570-1608) in Ky?to. 1611 trat der von Ujizane als zurückgelassene Sohn Imagawa Naofusa unter Tokugawa Hidetada seinen Dienst an.

1612 zum Neujahr soll am Ende eines Renga-Wettdichtens zu Ehren Ujizanes Ujizane selbst neben Reizei Tamemitsu erschienen sein. Im April soll Ujizane in seiner Geburtsstadt Sunpu eine Unterredung mit seinem Herren Tokugawa Ieyasu gehabt haben. Nach dem Kanseich?sh?shokabu soll Ieyasu bei dieser Gelegenheit auch Ujizane die Grundsteuer für seinen Alterssitz erlassen haben und ihm zusätzlich ein Grundstück in Shinagawa in Nähe seines Regierungssitzes Edo geschenkt haben. Danach sei Ujizane unverzüglich mit Kind und Enkel nach Edo (Shinagawa liegt im Süden von Edo, heute Tokio) umgezogen, das war im Folgejahr 1613, damals verstarb auch seine langjährige Gemahlin und treue Begleiterin Fürstin Hayakawa.

Im Jahre 1614 am 28. Dezember (nach sino-japanischem Mondkalender; 18. Jahr der Ära Neng? Keich? (Nebenlesung: Ky?ch?; vom 27.10.1596-13.7.1615), also im Jahre 1615, am 27. Januar nach westlicher Zeitrechnung) verstarb er in Edo mit 77 Jahren. Zur Totenzeremonie kam sein jüngerer Bruder Ichigetsu Ch?toku nach Ed? in den Stadtteil Ichigaya (Viertel im T?ky?ter Stadtbezirk Shinjuku) zum Tempel Bansho-in . 1662 zog der Tempel mit seiner letzten Ruhestätte nach Ushigome in Shinjuku um. Zusammen mit dem Grab der Gemahlin Fürstin Hayakawa, fand er nun eine letzte Ruhestätte auf dem Lehensgrund der Imagawa, der Provinz Musashi, in der Stadt Tama, im Dorf Igusa, heute Stadtbezirk von T?ky?, Suginami-ku, (Imagawa ni-chome) (2.Kreuzung, Imagawa-Allee) auf dem H?shusan, im Kansen-ji.

Bewertung in der Nachwelt

Zeitgenössische Einschätzung seines Lebenswerkes


In der ersten Hälfte des 19.Jhd wurde das Geschichtswerk Tokugawa Jikki, in dem es um den Verfall des Hauses Imagawa geht, "soll Ujizane nach der Niederlage der Schlacht von Okehazama trotzdem keinen Groll gegen den Feind seines Vaters, Oda Nobunaga gehabt haben", worauf es so geschildert wird, das aufgrund dieser als Schwäche, das Land nicht zurückerobern zu wollen, interpretierten Haltung des jungen Ujizane die Häuser der Samurai in der Provinz Mikawa Tokugawa Ieyasu die Lehnstreue geschworen haben. Diese Wahrnehmung als unkluger, weichlicher und überkultivierter, femininer Herrscher wird oft auch in historischen Romanen und Fernsehdramen so wiedergegeben.

In der frühen Edo-Zeit wurde das Buch K?y? Gunkan verfasst. (strategisches Buch über Feudalherren um den Takeda Clan; verfasst von Obata Kagenori; Frühe Edo-Zeit) . Darin heißt es, er sei zwar nicht ein leidenschaftlicher General gewesen, aber er war kein Feigling und konnte durchaus kämpfen. Kern der Kritik war jedoch, dass er seine Gefolgsleute nicht um sich scharte, und das die Untertanen, die er mit wichtigen Aufgaben betraute, diese in Misswirtschaft führten oder sich sogar gegen ihn stellten.

Matsudaira Sadanobu (Daimy? aus Mutsu; 1758-1829; Älterer Staatsrat unter dem 11. Sh?gun Tokugawa Ienari) hat in seinem Zuihitsu (Literaturgenre, das Erfahrungen, Erlebnisse und Eindrücke ins Zentrum stellt und weniger die äußere Form) "Zu viel freie Zeit, um zu sein " festgehalten, dass obwohl der Sh?gun Ashikaga Yoshimasa (1436-1490; 8. Ashikaga-Sh?gun des Muromachi Bakufu; Regierungszeit 1449-1473; Sohn von Ashikaga Yoshinori selbst gern dichtete, er beim Zubereiten des heißen Wassers für den Tee (Teezeremonie) in seinem Palast zu ?uchi Yoshitaka oft von den Kunstwerken Imagawa Ujizanes, vor allem seinen Waka, sprach. Seit der Mitte der beginnenden Edo-Zeit steht in historischer Literatur geschrieben, der große Meister der leichten Unterhaltung durch Kemari und Waka sei tot. Man nimmt an, diese Stellen beziehen sich auch auf Imagawa Ujizane.

Trauerpoesie und Nachrufe über Ujizane


  • Yamashina Tokitsune schrieb im 19. Jahr Tensh? 1591 im September in sein Tagebuch, er hätte Ujizanes Gestalt erblickt. Er vermutete, dass Ujizane bis vor kurzem in Ky?to lebte und viel reiste.

  • Sengansai begann, in seiner Trauer um Ujizane, wie viele Freunde und Bekannte, vor allem am Kaiserhof, Gedichte auf dessen kultivierten Charakter zu verfassen.

  • Reizei Tamemitsu (jap. Dichter, von 1559 bis 1619) verfasste Waka über den Freund.

Diese Menschen waren allesamt entfernt verwandt, Adelige oder Geschäftspersonen, die Ihn von früher kannten. Reizei veranstaltete monatliche Waka- und Renga-Treffen und verlieh klassische Lieder und Dichtungen von Ujizane zur Anschauung und zum Abschreiben an andere Adelige und Gelehrte. Im 4. Jahr Bunroku, wie es im 1595 ?Aufzeichnungen der Lehre von der Sprache steht, schreibt Tokitsune, er besuchte den Nachlass von Ujizane und anderen im Burg Ishikawauchi (, Ishikawa Ienari), und dabei hätte er auch einen gewissen, mit Tokugawa Ieyasu scheinbar verwandten/verbundenen alten Herrn getroffen, wobei dies als Anspielung auf Ujizane selbst gesehen wird, weil Zeitgenossen sich oft damit rühmten, ihn wiedererkannt und getroffen zu haben.

Rezeption

Einfluss auf Zeitgenossen


  • Yamashina Tokitsugu (Hofadliger; 1507-1579; Hauptwerk: Tagebuch "Tokitsuguky?ki")

Schwiegermutter von Tokitsugu (und seine Ehefrau) Kuroki war Jukeinis jüngere Schwester, und lebte mit ihr in der Provinz Suruga im 2 Jahr Koji, 1556. Von der Zeit der Beiden in der Provinz Suruga bis ins Folgejahr sind zahlreiche wertvolle historische Zeugnisse erhalten. Er ließ viele Gespräche seiner Familie mit den Imagawa, speziell Ujizane, in sein Werk einfließen, sie sollen sehr gute Freunde gewesen sein.

  • Satomura J?ha (Renga-Meister in der späten Muromachi-Zeit aus Nara; ca. 1525-1602).

1567 als er die Provinz Suruga besuchte, schrieb er in seinen Aufzeichnungen der Betrachtungen des Berges Fuji auf der Straße, dass Imagawa Ujizane eine Renga (japanisches Kettengedicht, bei dem sich Strophen mit 17 Silben und Versen im Silbenrhhythmus 5-7-5 sich mit solchen mit 14 Silben und dem Rhythmus 7-7 abwechseln; meist 36, 50, 100 oder 1000 Strophen)-Veranstaltung durchführte.

  • J?a (1540-1619), japanischer Dichter und Priester

War Oberpriester des Chozen-ji . Soll auch als Anhänger der Takeda ein uneheliches Kind von Takeda Nobutora (Shingens Vater) adoptiert haben.

  • Matsudaira Ietada

Anführer des Hauses Matsudaira und Vasall von Ujizane. In seinem Tagebuch des Ietada schreibt er nur in allerhöflichster Form über Ujizane als Herren.

  • Takuan S?h? Mönchsgelehrter der zenbuddhistischen Rinzai-Sekte zu Beginn der Edo-Zeit; 1573-1645.

er verfasste ein Klagelied anlässlich des Todes von Ujizane, beide verband eine enge Freundschaft, zu sehen in seinem Werk Aufzeichnungen über das Paar Hell und Dunkel (oder: Glück und Unglück .

Literatur


  • Akagi Shunsuke: Die Welt gehört dir! - Helden der Diplomatie der streitenden Reiche, Verlag Shinchosha, 1991, ISBN 4-10-381901-4.

  • Tobe Shinj?r? , Tokuma Bibliothek Geheimes Schwert Drachenreiszahn? Erzählungssammlung

  • It? Jun: Der Mann, der das Land schlug, Kodansha, 2012.10.

Fernsehen


  • 1965 Taik?ki, NHK Taiga Drama (Serienreihe über längeren Zeitraum ausgestrahlter Dramen), Hauptrolle: )

  • 1969 Himmel und Erde, NHK Taiga Drama (Serienreihe über längeren Zeitraum ausgestrahlter Dramen), Hauptrolle: Achiha Shinsuke

  • 1983 Tokugawa Ieyasu, NHK Taiga Drama (Serienreihe über längeren Zeitraum ausgestrahlter Dramen), Hauptrolle: Hayashi Yoichi

  • 1988 Takeda Shingen, NHK Taiga Drama (Serienreihe über längeren Zeitraum ausgestrahlter Dramen), Hauptrolle:

  • 2007 F?rinkazan, NHK Taiga Drama (Serienreihe über längeren Zeitraum ausgestrahlter Dramen), Hauptrolle: Kazama Y?jir?

Kunst


  • Es existiert ein Porträt von Ujizane und seiner Frau Fürstin Hayakawa, das heute eine Privatperson in den Vereinigte Staaten von Amerika besitzt. Im Februar 1618 wurde es dem My?shin-ji (dem Yakushi·nyorai geweihter Tempel in Nakagy?, Ky?to) als Leihgabe übergeben, es war 4 Jahre zuvor für die Trauerfeier der Familie um den kürzlich verstorbenen Ujizane angefertigt worden. Forschungen zur Geschichte der Präfektur Shizuoka ?9 1993 wurde außerdem auch noch mit großformatigen einfarbigen Bildern veröffentlicht, Illustrationen zur Geschichte der Präfektur Shizuoka, Extraausgabe, 1998, diesem Band lag eine Farbillustration von Mann und Frau (Ujizane Imagawa und Gemahlin Fürstin Hayakawa) bei. Im Jahr 2008 kam noch ein Buch über die Arimitsu -Büste von Ujizane heraus.

Anmerkungen

Literatur

Japanische Literatur


  • Die Geschichte des Kansen-ji Die Imagawa und der Kansen-ji., Yoshikawa K?bunkan, 1974.

  • Yonehara Seigi : Forschungen zu den Sengoku-Samurai und den Künsten, Of? Verlag, 1976.

  • Geschichte der Präfektur Shizuoka - Band 2 Mittelalter, Hrsg. Präfektur Shizuoka, 1997.

  • Arimitsu Y?gaku : Imagawa Gengi, Yoshikawa K?bunkan, 2008.

Englischsprachige und deutschsprachige Literatur


  • Song in an Age of Discord: The Journal of S?ch? and Poetic Life in Late Sengoku Time. ISBN 0-8047-3284-1, S. 60, (Beitrag Ujizanes zur zeitgenössischen Poesie)

  • A. L. Sadler. The Maker of modern Japan: The Life of Tokugawa Ieyasu. S. 73 (Stelle, an der Ujizane Shingens Bündnissangebot ausschlägt)

  • A. L. Sadler. The Japanese Tee Ceremony. S. 208 (Stelle, an der beschrieben wird, wieviel Mittel Ujizane für die Teezeremonie aufgewendet habe)

  • Imagawa Clan. Books LLC, ISBN 978-1-157-43383-5.

  • Gyuichi Ota: The Chronicle of Lord Nobunaga. Band VIII, ins engl. übersetzt von J. S. A. Elisonas und J. P. Lamers. Brill Verlag, ISBN 978-90-04-20162-0.

  • Yoko Riley, Yasushi Inoue: The Samurai Banner of Furin Kazan. (Roman, in dem er beschrieben wird)

  • Stephen Turnbull: The Samurai Sourcebook. Cassell & Co., London 1998.

  • Stephen Turnbull: Samurai: The World of the Warrior Osprey Publishing, London 2003, S. 224.

  • Stephen Turnbull: Die Geschichte der Samurai. (Übersetzt ins Deutsche, 2005)

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