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GESUNDHEIT

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Kinder-Tuina


Relevanz will ich hier nicht bewerten, wohl aber über die eigenständige Relevanz. Fakt ist, dass der Artikel weitgehend von Tuina kopiert ist und der spärliche Rest nicht hinreichend auf die Existenzberechtigung eines eigenen Artikels hindeutet. "Techniken werden sanfter ausgeführt" und der triviale Rest sind wohl kaum ein ausreichendes Unterschiedungsmerkmal. -- 11:04, 17. Jan. 2014 (CET)



Die Kinder-Tuina (chinesisch ???? ''Xiao'er tuina) ist ein Teilbereich der Tuina (chinesisch ??, Pinyin tu?ná'') und basiert auf der chinesischen Medizin. Sie setzt sich aus verschiedenen manuellen Techniken zusammen, die Massagen, chiropraktische Handgriffe und die Akupressur bestimmter Akupunkturpunkte oder Areale mit einschließen. Für die Behandlung von Kindern gibt es eigene diagnostische Kriterien und Behandlungstechniken, die den physiologischen Besonderheiten bei Kindern Rechnung tragen.

Geschichte der Kinder-Tuina

Bereits im "Inneren Klassiker des Gelben Fürsten" (Huangdi neijing), der im 1. Jh. v. Chr. entstand, sind Erkenntnisse zur Pädiatrie festgehalten. In der Sui-Dynastie (589 bis 618) wurden 255 pädiatrische Symptomatiken beschrieben. Zu Beginn der Tang-Dynastie (618 bis 906) hat man in der ärztlichen Ausbildung einen eigenen Fachbereich für Kinderheilkunde eingerichtet. Ein Spezialist für Kinderheilkunde war Qian Yi (1032-1113). In seinem Werk "Echte Offenbarungen für die symptombezogene Therapie in der Pädiatrie" (Xiao'er yaozheng zhijue) stieß er die weitere Entwicklung der Kinderheilkunde in der TCM an. Die Kinder-Tuina, die von der Erwachsenentherapie abweicht, entwickelte sich im Laufe der Ming- und Qing-Zeit (1368 bis 1644) und wurde in der Qing-Zeit (1644 bis 1911) zu einem eigenständigen Therapiesystem ausgebaut.

Theoretische Grundlagen

Tuina basiert auf den Lehren der TCM zu Gesundheit und Krankheit des Menschen. Durch die verschiedenen manuellen Techniken sollen Qi und "Xue" (wörtliche Übersetzung: Blut, umfasst aber mehr als das Blut im westlichen Sinne) in den lokalen Netzleitbahnen wie auch in den Hauptleitbahnen reguliert werden. Die "fließende Energie" wird als Qi bezeichnet. Mit Tuina sollen Blockaden der Leitbahnen aufgelöst und der Energiefluss gefördert, aber auch Organe beeinflusst werden. Durch diese Stimulation und Regulation sollen das Gleichgewicht von Yin und Yang und der fünf Wandlungsphasen im Körper wieder hergestellt werden.

Nach der Lehre der TCM bilden sich Knochen, Mark, Struktivpotenzial (jing) und Qi sowie die Funktionskreise bereits im Mutterleib aus. Sie sind allerdings bei der Geburt noch nicht vollständig entwickelt und entfaltet. Nach der Geburt bilden sie sich weiter aus. Qian Yi's Ausführungen zufolge verläuft der Wachstumsprozess von Kindern in 10 Zyklen von je 32 Tagen. Alle 32 Tage hat der Körper wieder einen Entwicklungsschritt vollzogen. Qian Yi verknüpft das Knochenwachstum mit der Entwicklung der Funktionskreise. Diese Entwicklungsphasen können von Krisen begleitet sein, die behandlungsbedürftig sind. Als diagnostische Kriterien gelten: Betrachtung, Beurteilung durch Geruch und Gehör, Betastung und Befragung der Eltern. Da die Palpation der Pulse als diagnostische Methode bei Kindern unter 4 Jahren nicht als aussagekräftig betrachtet wird, benutzt man eine Linie am Zeigefinger zur Diagnostik.

Techniken der Kinder-Tuina

Die Kinder-Tuina unterscheidet sich sowohl in der Lokalisation der Erfolgsorte als auch in den Grifftechniken von der Erwachsenen-Tuina. Die Grundtechniken der Tuina: Pressen, Schieben, Kneten, Reiben und greifendes Kneifen werden sanfter ausgeführt. Außerdem existieren über 200 spezielle Akupunkturpunkte (teding xuewei), die auch als "Regionen" bezeichnet werden. Besonders die Behandlung der Hände mit den Fingerregionen, die bestimmten Funktionskreisen zugeordnet sind, und dem Handteller, der bagua genannt wird, ist eine Besonderheit der Kinder-Tuina.

Indikationen und Kontraindikationen

Indikationen sind:

  • Infekte (mit und ohne Fieber)

  • Husten

  • Kopfschmerzen

  • Verdauungsstörungen

  • Enuresis

  • Unruhe, Aufmerksamkeitsstörungen, Hyperaktivität, Müdigkeit

  • Schlafstörungen und nächtliches Weinen

  • Allergien

  • Muskulärer Schiefhals bei Neugeborenen

  • Sichelfüße bei Neugeborenen

Kontraindikationen:
  • Schwere Krankheitsbilder und Notfälle

  • Tumoren

  • Akute Verletzungen

  • Ulzerationen der Haut

Literatur

  • Han Chaling: Leitfaden Tuina (3. Auflage). München: Urban & Fischer in Elsevier, 2013, ISBN 978-3437563621

  • Diana Wagner, Agnes Fatrai, Fan Chaoyang: Tuina zur Behandlung und Selbstbehandlung. München: Urban & Fischer in Elsevier, 2008, ISBN: 978-3-437-31348-6

  • Porkert, Zhou: Premoprehension. Phainon Editions, Dinkelscherben, 1996, ISBN 3-89520-007-7

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