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VOGELGRIPPE

23.12.2011

Daten der Virusmutation des H5N1 bereits im Umlauf?

Bereits im Herbst bei einer Konferenz in Malta wurden Forschungsergebnisse veröffentlicht. Ein von den Vereinigten Staaten gefordertes Veröffentlichungsverbot würde damit ins Leere laufen. In Wissenschaftskreisen seien die Ergebnisse der Forschung zur Mutation des Vogelgrippevirus H5N1 bereits bekannt. So die Zeitschrift "Independent".


Die US-Regierung hatte Forscher und Wissenschaftsjournale aufgefordert, die Ergebnisse der Forschungsarbeit nicht zu veröffentlichen. Hintergrund ist die Angst, das geschaffene "Supervirus" könne in die Hände von Terroristen fallen. Unter dem Begriff Vogelgrippe ist der H5N1-Erreger bekannt geworden. Unter Vögeln hatte er sich schnell ausgebreitet und war vereinzelt auf den Menschen übergesprungen. Aktuell wurde er in Hongkong nachgewiesen. 19.000 Vögel wurden notgeschlachtet, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Als große Gefahr gilt eine Mutation des Virus, die eine Ansteckung von Mensch zu Mensch möglich macht.

Wendy Barclay vom Imperial College London ist der Ansicht, dass die Mutationen des Virus nicht unerwartet waren und daher leicht nachzuvollziehen sind. Richard Ebright, Virologe an der Rutgers University New Jersey, meinte gegenüber einer Zeitung, schon bei der Vergabe des Forschungsprojektes hätten die Vereinigten Staaten genauer prüfen müssen, welche Gefahren sich ergeben könnten.

Weltweit sind bisher 331 Menschen an dem Virus H5N1 gestorben.

Sowohl Ron Fouchier, von der Erasmus Universität in Rotterdam, als auch Kawaoka verteidigen ihre Forschung, die nach nur fünf Mutationen zum Supervirus geführt hatte. Nur so sei es möglich, Impfstoffe zu entwickeln. Deshalb müssten die Ergebnisse publiziert werden, um auch andere Wissenschaftler in die Lage zu versetzen, Mittel zu entwickeln, um dem Virus entgegenzutreten. Das Virus könne jederzeit auch in der Natur neue gefährliche Formen entwickeln. Andererseits bezeichnete er das Infizieren eines Frettchens als "dummes Experiment" von ihm und Kawaoka, dabei war der Supervirus entstanden.

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