C6 MAGAZIN
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ZUM TOD DER SOLDATEN IM AFGHAN 6.3.2002

Betroffenheit über den Tod von Friedenssoldaten

„Der Tod der Soldaten hat uns alle tief betroffen. Unsere Gedanken sind bei den Familien und Angehörigen, die mit diesem schweren Schicksalsschlag fertig werden müssen. Wir gehen davon aus, dass für die verletzten Soldaten gut gesorgt wird und alles medizinisch Notwendige getan wird."
Deutsche Soldaten in Afghanistan
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Deutsche Soldaten in Afghanistan
Die CDU Deutschlands steht an der Seite der Bundeswehr und ihrer Angehörigen, die die Hauptlast dieser notwendigen Friedensmission in Afghanistan tragen", so Angela Merkel, Vorsitzende der CDU Deutschland weiter.

Nicht nur jedem Pazifisten graust es bei dieser Aussage, nein, auch jedem vernünftigen Menschen sollten sich jetzt die Nackenhaare sträuben. Was als betroffene Beileidsbekundung gemeint war, hört sich in den Ohren der Familien der Opfer und der Familien, deren Angehörige, die da unten kämpfen, wie Hohn an.

Alleine schon "wir gehen davon aus". Was soll das, frage ich mich hier an dieser Stelle? Gehen sie nur davon aus, oder wird wirklich etwas getan?

Da ja angeblich keine genauen Informationen aus der Bundeswehr an des Bürgers Ohren kommen, sondern nur berichtet wird, wenn es wirklich brennt, geheime Einsätze gestartet werden, von denen man vielleicht im Nachhinein etwas erfährt, wie soll man sich da wundern, wenn "unsre Jungs" nicht mehr hinter der BW-Führung stehen.

Fernsehberichten zufolge (Tagessschau letzte Woche) sollen die Soldaten nur unzureichend mit kampffähigem Material ausgerüstet sein, und laut "Polylux" kann sich Herr Scharping nicht mal ein paar Stiefel für jeden Soldaten leisten.

Auf den ersten Blick diese zwei Probleme nichts miteinander zu tun zu haben, denn es ist ja ein Unterschied, ob man gerade seinen Grundwehrdienst leistet, oder sich im Kriegsfall befindet. Aber wenn solche Berichte durch die Nachrichten geistern, verbindet man das automatisch miteinander. Unsicherheit, Angst, Kopfschütteln.

Ich bin mir sicher, Frau Dr. Merkel meinte es ehrlich, wenn als sie ihre Betroffenheit bekundet hat. Man sollte nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen und gleich (absichtlich) missdeuten. Aber wer Soldaten in Kriegsgebiete schicken kann, der sollte sich in der Pflicht fühlen, alles notwendige zu tun, die Sache schnell wieder zu beenden, und nicht nur "davon ausgehen", dass alles notwendige getan wird, sondern es auch tun.

Die meisten Verbrechen geschehen im Namen des Friedens und der Freiheit.
rk
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Artikel vom 6. März 2002

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